Krank im Ausland: Macht das Leben im Ausland Sie krank?

Stress, verkeimtes Wasser und unverträgliche Lebensmittel können schnell auf die Gesundheit schlagen und verheerende Konsequenzen für das allgemeine Wohlbefinden mit sich bringen.

Viel zu schnell lebt man sich in einem neuen Land ein, wenn man jedoch plötzlich krank in einem fremden Land ist, fühlt man sich ganz schnell hilflos wie ein kleines Kind. Eine Erkältung oder einen Schnupfen fängt sich fast jeder im Winter ein, wenn es aber um Probleme wie Haarausfall, Hautprobleme, Fieber, chronische Verdauungsprobleme oder das Ausbleiben der Menstruation geht, sollte man sich ernsthaft fragen, ob die neue Umgebung dafür verantwortlich gemacht werden sollte.

Stress = Krank?

Wer auswandert oder für ein paar Jahre in einem anderen Land leben möchte, der hat zu Anfang jede Menge organisatorische Sachen zu erledigen, bevor man sich einlebt und eine geregelte Routine sich überhaupt einspielen kann.

Stress kann unsere Gesundheit erheblich angreifen und die Ursachen diesbezüglich sollten genauer unter die Lupe genommen werden. Oftmals steht die Arbeit als Stressfaktor Nummer eins ganz oben auf der Liste. Dies muss nicht zwanghaft bedeuten, dass die Kultur oder die neue Umgebung hierfür verantwortlich gemacht werden sollten. Mit dem Umzug in ein neues Land, kommt natürlich auch ein komplett neuer Job dazu. Als Neuling möchte man selbstverständlich einen guten Eindruck machen und lässt Überstunden eher über sich ergehen. Ehe man sich versieht, kommen kleinere Stressfaktoren auf einen zu und man bemerkt es viel zu spät, dass der Stress sich auf die Gesundheit auswirkt.

Wer also ausgewandert ist, sollte vor allem auf eine geregelte Work-Life-Balance achten, da es besonders zu Anfang etwas mehr Zeit braucht bis man sich eingelebt hat.

Unverträgliche Lebensmittel

Zu Anfang eines jeden Auslandsaufenthalts möchte man am liebsten alles probieren. Hiergegen ist nichts einzuwenden, allerdings kann eine Veränderung der Essgewohnheiten eine bislang unentdeckte Lebensmittelunverträglichkeit ans Licht bringen. Wer also über chronische Verdauungsprobleme oder Hautveränderungen klagt, sollte seine Essgewohnheiten genauer beobachten. Welche Lebensmittel isst man im Ausland, die man Zuhause vielleicht nie oder nur selten gegessen hat?

Viele Deutsche klagen im Ausland über die schlechte Qualität des einheimischen Brotes und auch wenn sich über Geschmack bekanntlich streiten lässt, gehören Gluten zusammen mit Zucker und Milchprodukten zu den am entzündlichsten Lebensmitteln. Das in Deutschland beliebte Sauerteigbrot ist aufgrund des Fermentierungsprozesses hingegen deutlich verträglicher als andere Brotsorten.

Wasser birgt größte Gesundheitsgefahr im Ausland

Trinken ist unentbehrlich, ganz besonders, wenn die Temperaturen ansteigen und man sich in einem warmen Land befindet. Allerdings kann das Leitungswasser in vielen Ländern zum Problem werden. Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) werden rund 80 Prozent aller Erkrankungen auf Reisen auf verkeimtes Wasser zurückgeführt.

Wer länger im Ausland lebt, muss sich also mit dem Wasser im neuen Land arrangieren. Überprüfen Sie die Wasserqualität mit der Sie sich waschen, kochen und welches Sie täglich trinken.

Chlor im Wasser führt zu hormonellen Problemen

Einige Länder verwenden sehr hohe Mengen an Chlor, um Bakterien im Wasser abzutöten. Chlor ist sehr giftig für den menschlichen Körper und wird zudem sofort von der Haut aufgenommen. Chlor ist außerdem ein Testosteron-Blocker, wie diese Studie zeigt und ebenso ein Estrogen-Blocker, wie diese Studie beweist. Für Männer bedeutet die Unterdrückung von Testosteron Antriebslosigkeit, Fettaufbau, Verweiblichung, Reizbarkeit, Erektionsstörungen sowie Schlafproblemen und Haarausfall. Bei Frauen führt ein Östrogenmangel zu Libidoverlust, Depressionen, Haarausfall, Stimmungsschwankungen und Menstruationsproblemen. Bei beiden Geschlechtern können hormonelle Probleme zu Unfruchtbarkeit führen.

Plastikflaschen und gefährliches BPA

Wer bereits das einheimische Wasser im Verdacht hat, kann nur bedingt Abhilfe mit Wasser aus Plastikflaschen schaffen, da die meisten Plastikflaschen BPA enthalten, welches ebenso den Hormonhaushalt beeinflussen kann. Wasser aus Glasflaschen sollte aus diesem Grund immer bevorzugt werden.

Wasser ist überall und wer zum Beispiel hormonellem Haarausfall durch Chlor entgegenwirken möchte, der wird keinen Erfolg damit haben seine Haare mit Wasser aus Flaschen zu waschen, da Chlor von der Haut im ganzen Körper aufgenommen wird.

Wasserfilter für das gesamte Haus

Vitamin C neutralisiert Chlor und kann als Nahrungsergänzungsmittel eingenommen werden. Damit Chlor erst gar nicht auf die Haut kommt, empfiehlt sich ein Vitamin C Duschkopf, wie zum Beispiel von der Firma Sonaki. Da man allerdings nicht nur beim Duschen Wasser verwendet, sollte man sich auch einen guten Wasserfilter für Zuhause kaufen, welchen man fürs Kochen verwenden kann. Weiterhin sollte man bedenken, dass Restaurants und Cafés wahrscheinlich nur gewöhnliches Leitungswasser verwenden und man dadurch unfreiwillig ungefiltertem Wasser ausgesetzt ist.

Wer glaubt, das sein Wasser unrein ist, der sollte sein Wasser vor dem Gebrauch stets fünf Minuten lang abkochen. Das Abkochen des Wassers ist eine der sichersten Methoden, um Bakterien und Keime abzutöten, allerdings können eventuelle Pestizide und Schwermetalle nicht abgekocht werden und im Wasser enthaltenes Fluorid kann sich durch einen Temperaturanstieg sogar verdoppeln.