Reiseproviant: Gesunde Snacks und eigenes Essen mit ins Flugzeug nehmen

Die trockene Luft und der Druckausgleich im Flugzeug sorgen dafür, dass der Geruchs- und Geschmackssinn im Flieger deutlich beeinträchtigt sind, weshalb das Essen übertrieben gesalzen und gezuckert wird. Gesund ist dies aber nicht.

Den meisten Menschen schmeckt das Essen im Flugzeug nicht. Was die wenigsten jedoch wissen ist, dass die Atmosphäre im Flugzeug eher dazu beiträgt als das Essen selbst. Heutzutage beträgt die Reiseflughöhe stets über 30.000 Fuß, allerdings fühlt sich durch den Druckausgleich in den Kabinen, die Höhe an, wie ca. 8.000 Fuß über dem Meeresspiegel. Dies hilft den Passagieren dabei besser im Flugzeug zu atmen, jedoch hat dies Auswirkungen auf die Geschmacksnerven.

Hinzukommt die trockene Luft im Flieger. Die Luftfeuchtigkeit ist in der Regel nicht mehr als 20 Prozent und dies kann zudem den Geruchssinn beeinträchtigen. Damit das Essen nicht austrocknet, wird es in ganz viel Sauce getunkt.

Besonders der Geschmackssinn für salziges und süßes Essen ist an Board viel schwächer als der Geschmackssinn für bitteres oder würziges Essen. Dies könnte auch die Frage beantworten, warum so viele Leute Tomatensaft trinken, wenn sie fliegen. In Tomaten kommt der Geschmackssinn umami (japanisch für würzig) hervor. Einige Studien behaupten sogar, dass umami minimal stärker hervorkommt, wenn man sich im Flugzeug befindet. 

Würde das Essen im Flugzeug nicht so übertrieben gesalzen und gezuckert sein, dann würde es einfach nur fade schmecken. Mit Gesundheit hat dies aber nichts zu tun. Fluggesellschaften betrachten das Essen im Flieger als Unterhaltungsprogramm, um die Leute zufrieden zu stellen.

Ein weiterer Punkt der zu bedenken ist, dass das Essen oft in Aluminiumfolie aufgewärmt wird. Diese kann dann wiederum ins Essen übergehen und wird vom Körper aufgenommen, was sehr giftig sein kann. Dies alles kann dazu beitragen, dass man sich nach der Flugreise krank fühlt.

Mehr als genügend Gründe also, sein eigenes Essen mit ins Flugzeug zu nehmen. Auslandskarriere hat acht gesunde Snack-Ideen für das Flugzeug zusammengestellt:

1. Gemüsesticks mit Dip

Als gesunde Alternative werden Gemüsesticks in vielen Kaffees verkauft. Wann diese geschnipselt wurden und woher diese kommen, weiß man nicht. Preislich kann man hier mal locker 6,00 Euro hinblättern. Die meisten Leute haben sowieso ein bisschen Gemüse Zuhause, was andernfalls weggeworfen wird. Besonders zu empfehlen sind Karotten, Radieschen, kleine Gurken, Paprika und Sellerie. Wem das ganze zu langweilig ist, kann einen kleinen Dip, wie in etwa Hummus, mitnehmen. Dieser sollte problemlos durch die Kontrolle kommen.

2. Äpfel

Äpfel sind die absoluten Klassiker des Reiseproviants und dies aus gutem Grund. Äpfel stecken voller Vitamine und Ballaststoffe, die die Verdauung anregen. Das in den Äpfeln enthaltene Pektin reinigt zudem die Leber, die auf Flugreisen auf Hochtouren arbeiten muss, um zu entgiften. Bei Äpfeln muss man besonders auf Bio-Qualität achten, da die Supermakt-Äpfel mit sehr vielen Pestiziden belastet sein könnten.

3. Gojibeeren

Gojibeeren sind in Tibet, China und der Mongolei beheimatet, wo sie auch als Superfood bezeichnet werden. Die Beeren sind nicht nur reich an Antioxidantien, sondern enthalten viel Vitamin C, Vitamin E, Eisen und insbesondere viel Vitamin A. Im Vergleich zu anderen getrockneten Beeren haben Gojibeern weniger Zucker. Aufpassen sollte man nur, wenn man blutverdünnende Medikamente einnimmt, da es hierbei zu Wechselwirkungen kommen kann.

4. Studentenfutter und Nüsse

Studentenfutter ist nicht nur ideal beim Lernen, sondern in allen möglichen Stresssituation und dazu gehört natürlich auch das Fliegen. Besonders Rosinen sind super für Langstreckenflüge, denn sie enthalten viel Vitamin B, welches das Nervensystem stärkt und somit Stress entgegenwirkt. Zudem beugen Rosinen Verstopfungen vor, welche viele Fluggäste plagen.

5. Käsewürfel und Cracker

Bei kürzeren Flugstrecken sind Käsewürfel und Cracker super zum Snacken. Bei Längstreckenflügen sollte man bei Käse eher vorsichtig sein, da es schwieriger sein kann diesen zu kühlen. Wer sowieso kein Käse mag, kann sich natürlich auch eine Avocado mitnehmen und diese im Flugzeug aufschneiden. Hierzu kann man die Flugbegleiterin, um ein Messer bitten.

6. Kekse oder Muffins

Gesunde Muffins oder Kekse kann man in jedem Reformhaus oder Bioladen finden oder natürlich selbst machen. Das gute hierbei ist, dass man diese nicht wirklich kühlen muss. Außerdem kann man die Verpackung nach dem Verzehren einfach entsorgen und muss keine Lunchbox mit sich rumschleppen.

7. Falafel

Wem Gemüsesticks zu eintönig sind, kann sich auch Falafel mitnehmen und diese zusammen mit einem Hummus-Dip an Board verzehren. In einigen Supermärkten kann man essfertige Falafeln kaufen.

8. Energiekugeln

Die süße Variante zu Falafel nennen sich Energiekugeln und bestehen in der Regel aus Datteln, Haferflocken, Chiasamen und Kokosflocken. Im Internet gibt es zahlreiche Rezepte, die sich nach Belieben anpassen lassen. Einfach alle Zutaten in den Mixer und aus dem Teig kleine Kugel rollen, die sich super in Frischhaltedosen aufbewahren lassen.