Burnout: Was tun und wie geht es nach einem Burnout weiter?

Wer inmitten eines Burnout steckt, möchte nicht daran denken, wie es beruflich weitergehen soll. Der Gedanke an eine bessere Zukunft und an einen erfüllenden Job, können aber bei der Bewältigung des Burnouts helfen.

Lustlosigkeit, Gereiztheit, permanente Müdigkeit oder das Gefühl der Sinnlosigkeit sind die häufigsten Anzeichen für ein Burnout. Jedoch merken die meisten Menschen diese Anzeichen erst, wenn sie fast völlig ausgebrannt sind. Immer wieder sagt man sich, dass man das letzte Mal Überstunden gemacht hat, nach dem Abendessen noch Telefonate vom Chef entgegengenommen hat oder am Wochenende ein paar Stunden gearbeitet hat, um nicht in Zeitnot zu geraten. Das Problem ist, dass Stress sich im Körper ansammelt und ohne Ruhephasen gelangt man schnell an seine körperlichen wie auch seelischen Grenzen.

Habe ich einen Burnout?

Gestresst: In einigen Berufen gehört Stress zum täglichen Arbeitsleben dazu, in anderen Berufen gibt es ab und zu Situationen, in denen man größerem Stress ausgesetzt ist, dies kann zum Beispiel eine Präsentation oder ein Gespräch mit dem Vorgesetzten sein. Hierbei ist es ganz wichtig Ruhephasen gezielt einzuplanen.

Dauerstress und Erschöpft: Wer nicht mehr weiß, wo unten und wo oben bei der To-Do Liste ist, der ist total erschöpft und versucht seine Probleme von Tag-zu-Tag anzugehen. Einige Termine werden in diesem Zustand schon einmal vergessen.

Total Ausgebrannt: Wenn Sie sich zu gar nichts mehr aufraffen können, sollten Sie ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen. Eine Krankschreibung und ein Aufenthalt in einer psychosomatischen Kurklinik können Ihnen helfen, wenn Sie zu schwach sind sich selbst zu helfen.

Was tun bei einem akuten Burnout?

Wer ein Burnout befürchtet, der sollte folgendes tun:

  1. Auf die Ernährung achten: In Stresssituationen sollte man zudem ganz besonders auf seine Ernährung achten. Stress kann sogar dazu führen, dass man einen Magnesiummangel entwickelt, da Stress regelrecht die Magnesiumreserven auffrisst. Zucker und Koffein sind zudem besonders gefährlich, wenn man gestresst ist, da diese Ihnen nur kurzzeitig einen “Kick” geben, Sie dann aber ganz plötzlich “Fallen” lassen.
  2. Bewegen Sie sich: Sport hilft Ihnen Stress abzubauen. Es muss nicht gleich das Fitnessstudio sein oder Extremsport, am effektivsten, um Stress entgegen zu wirken ist Spazierengehen.
  3. Kleine Ziele setzen: Stress kommt von innen, das heißt, dass man sich selbst zu hohe Ziele setzt und zu viele Termine aufbrummt. Mit einer kleineren To-Do Liste geht es Ihnen besser, da man eher am Ende das Gefühl hat etwas erreicht zu haben.
  4. Achten Sie auf ausreichend Schlaf:  Schlafen wird unterschätzt, dabei ist Schlaf wichtig, um sich zu erholen und den Körper zu regenerieren. Wer nicht genügend schläft, der fühlt sich automatisch gestresst.
  5. Zeit für sich: Nehmen Sie sich bewusst Zeit für sich indem Sie meditieren, Musik hören oder ein Buch lesen. Beruhigende Musik wirkt sich erholsam auf Ihr Gemüt aus. Ein unterhaltsames Buch oder ein guter Film helfen zudem dabei aus der Realität auszubrechen und auf andere Gedanken zu kommen.

Wie geht es nach einem Burnout weiter?

Ein Burnout kann auch positiv gesehen werden, denn Ihr Körper teilt Ihnen mit, dass Sie etwas verändern müssen. Sie haben also keine andere Wahl, als Ihren jetzigen Lebensstil zu hinterfragen. Hier sind ein paar Optionen, die Sie nach einem Burnout haben:

Zurück in den alten Job: Nach einer Ruhepause oder einem Urlaub kann man natürlich zurück in den alten Job, allerdings sollte man mit seinem Vorgesetzten besprechen, wie man in Zukunft mögliche Stressquellen vermeiden kann. Pünktlich Feierabend zu machen oder Aufgaben erledigen für die man eigentlich nicht verantwortlich ist, sind nur einige Punkte, die man besprechen kann. Stellen Sie sich selbst die Frage, ob Sie Ihren Job mögen, die Kollegen und das Umfeld oder ob es einen anderen Grund für das Burnout gibt. Ein zu kontrollierender oder unterdrückender Vorgesetzter kann ein Grund für eine Kündigung sein. In vielen Fällen brummt man sich allerdings selbst zu viele Aufgaben auf, die dann in einem Burnout enden können.

Auszeit nehmen: Wer nach einem Burnout absolut nicht mehr in seinen alten Job möchte, der sollte über eine kleine Auszeit ohne weiteren Verpflichtungen nachdenken. Hierzu empfiehlt sich ein Sabbatical, ein Urlaub Zuhause oder aber auch ein kürzerer Auslandsaufenthalt. Nach der Auszeit steht man dann vor der Wahl, ob man in den alten Job zurück möchte oder sich einen anderen Job bei einem anderen Unternehmen sucht.

Berufliche Umorientierung: Inmitten eines Burnouts möchte keiner direkt wieder an die Arbeit denken, allerdings kann der Gedanke an einen ganz anderen Job, Hoffnung wecken. Die einen wissen sofort, welchen Job sie am liebsten machen möchten und andere müssen sich ein bisschen mehr Zeit nehmen, um herauszufinden, was sie eigentlich möchten. Sogenannte Quereinsteiger Berufe setzen eher Kenntnisse voraus als Berufsqualifikationen. Eine weitere Idee ist der Sprung in die Selbstständigkeit.

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