Wenn die Auswanderung zu scheitern droht: 5 Lösungen

Wenn alles nach Plan verläuft und plötzlich ein unvorhersehbares Problem die ganze Auswanderung in Frage stellt, liegen zunächst die Nerven blank. Wer nicht in seiner gewohnten Umgebung wohnt, muss deshalb öfters umdenken.

Das Wesentliche bei einer Auswanderung ist eine gute Vorbereitung, aber selbst mit der durchdachtesten Planung können unvorhersehbare Ereignisse plötzlich alles in Frage stellen. Die Entscheidung in die Heimat zurückzugehen ist nie einfach, dennoch sollte man eine Exit-Strategie für seine Auswanderung bereit haben. Bevor man jedoch die Flinte ins Korn wirft, sollte man Lösungen für die eigentlichen Probleme anstreben.

Hier sind die fünf häufigsten Auswanderer-Probleme und deren Lösungen:

Probleme mit der Jobsuche

Wer gut im neuen Land angekommen ist, jedoch kein Glück bei der Jobsuche hat, der wird schnell frustriert. Überall heißt es, dass Auslandserfahrung Gold wert sein soll für den CV, allerdings kommt es hierbei auf die richtige Arbeit drauf an und wer prahlt schon mit einem Aushilfsjob, um sich über Wasser halten zu können. Wer allerdings nicht gleich zu Anfang seinen Traumjob findet, sollte sich nicht entmutigen. Bei vielen Auswanderern liegt die letzte Bewerbung Jahre zurück und im Ausland drehen sich die Uhren nun mal anders. Sich stur auf unzählige Stellenanzeigen zu bewerben führt nur selten zum schnellen Erfolg. Weiten Sie deshalb Ihre Suche aufs Networking und Initiativbewerbungen aus. Wer sich nur auf Stellenanzeigen bei großen Unternehmen bewirbt, riskiert, dass seine Bewerbungen komplett untergehen und dass viele Bewerbungen erst gar nicht gelesen werden. Wer zudem das Gefühl hat, seine Karriere im Ausland zurückgeschraubt zu haben, der sollte über eine mögliche Selbstständigkeit im Ausland nachdenken.

Kein Geld mehr

Einen Notgroschen sollte man immer angespart haben, aber wenn sich das Geld langsam dem Ende neigt oder unvorhersehbares passiert, kann Geldmangel die ganze Auswanderung in Frage stellen. Das Problem ist hierbei natürlich auch, dass man im Heimatland mit derselben Situation kämpfen müsste, wenn man zurückgeht. Um Geldnot zu entgehen, sollte man einfachere Jobs annehmen, um über die Runden zu kommen, denn ohne Geld können Sie sich sowieso nicht auf die Jobsuche nach einem passenden Job machen. Bei Zeitarbeitsfirmen findet man in der Regel sehr schnell einen Temp-Job, welcher in Zukunft vielleicht auch zu einer Festanstellung werden könnte. Auch die Arbeit als Freelancer sollte in Betracht gezogen werden. Verschiedene Portale wie Upwork bieten eine Plattform für Arbeitgeber, die Freelancer für einzelne Jobs suchen.

Trennung vom Partner

Wer zusammen mit dem Partner ins neue Land gezogen ist oder sogar aufgrund seines Partners den Weg ins Ausland gewagt hat, den trifft eine Trennung besonders hart. Mit der Trennung bricht manchmal ein ganzes Netzwerk an Kontakten zusammen, da viele Leute keine Seite im Trennungskonflikt einnehmen möchten. Trennung sind immer schwer, allerdings muss man bedenken, dass man die Zeit der Trauer nicht umgehen kann, wenn man wieder zurück in die Heimat zieht. Es steht Ihnen also so oder so ein Neuanfang bevor. Wer sich bereits eingelebt hat, eine Arbeit und neue Freunde gefunden hat, der kann natürlich im Land bleiben, auch wenn vielleicht der ursprüngliche Grund, warum man ausgewandert ist, nicht mehr passt.

Sich nicht Einleben können

Während den Urlauben oder der Orientierungsreise hat man sich blendend mit den Einheimischen verstanden, doch seit man im Traumland selbst wohnt, fallen einem plötzlich vermehrt die negativen Eigenschaften der Kultur auf und man hat das Gefühl sich nicht richtig Einleben zu können. Zum einen hat dies etwas mit dem Kulturschock zu tun, welcher einige Phasen durchläuft und zum anderen damit, dass die Routine eingesetzt hat und nichts mehr so aufregend wie zu Anfang ist. Schnell bekommt man daher das Gefühl fehl am Platz zu sein. Zu wissen, dass es mehrere Phasen des Kulturschocks gibt, kann schon enorm dabei helfen sich nicht zu stressen, wenn man sich am Anfang eher als der Außenseiter fühlt.

Schlechtere Lebensqualität

Viele Auswanderer wandern aus, weil sie einen einfacheren Lebensstil suchen oder weil sie denken, dass niedrigere Lebenshaltungskosten in einem günstigeren Land dazu führen, dass sie sich mehr leisten können. Vieles das im eigenen Land für selbstverständlich genommen wurde, wird in diesem Fall zum Problem. In diesem Fall muss man umdenken und sich selbst fragen, was einen genau am neuen Land und dessen Lebensqualität stört. Wasserqualität kann mit einem guten Filter um einiges gebessert werden.