Entsendung ins Ausland: Erfolgreiche Auslandsentsendung als Expat

So wird Ihre Auslandsentsendung zum Erfolg: 5 Tipps, die jeder Expat wissen sollte.

Wer von seiner Firma aus als Expatriate (oder einfach nur kurz Expat) für einen längeren Zeitraum ins Ausland geschickt wird, soll seine Fähigkeiten den ausländischen Mitarbeitern beibringen und gleichzeitig von Ihnen lernen. Im Idealfall kommt der Expat nicht nur mit einer Bandbeite von neuen Qualifikationen und Fähigkeiten zurück, sondern hat zudem auch noch die Geschäftsbeziehung zu der ausländischen Filiale gestärkt. In vielen Fällen gilt allerdings die „Aus-den-Augen-aus-dem-Sinn“ Regel und der Expat gerät schnell in Vergessenheit. Im schlimmsten Fall weiß das Unternehmen nicht, wohin mit dem verschollenen Arbeiter, wenn dieser wieder zurückkommt. Hier sind fünf Tipps, wie Ihre Auslandsentsendung zum Erfolg wird.

Seien Sie offen und verständnisvoll

Der Druck sich möglichst schnell einzuleben und Gewinne für das Unternehmen zu erzielen ist bei den meisten Expats enorm hoch. Es wird jedoch nicht alles nach Plan verlaufen und das ist auch nicht schlimm. Im Ausland drehen sich die Uhren manchmal anders und Sie werden als Expat viele Gefühlshochs und -tiefs erleben. Stellen Sie sich auf die andere Kultur ein und informieren Sie sich so viel wie möglich über die Business-Knigge und kulturelle Unterschiede in Ihrem Expat-Land.

Verlieren Sie nicht den Draht zu den heimischen Arbeitskollegen und Vorgesetzten

Nehmen Sie sich vor sich mindestens ein Mal die Woche bei Ihren ehemaligen Arbeitskollegen und Vorgesetzen zu melden. Das mag leichter gesagt als getan sein, da die durchschnittliche Auslandsentsendung ca. 4 Jahre dauert. Mit der Technologie von heute ist dies allerdings kein Problem. Vernetzen Sie sich mit den Daheimgebliebenen auf Facebook, Xing, LinkedIn oder einer anderen Plattform und posten Sie Bilder von Ihrem neuen Zuhause oder teilen Sie interessante Artikel zu Themen in Ihrem Expat-Land. Wenn Sie jede Woche bei jemandem im Newsfeed aufkommen, wird dieser Sie sicherlich nicht vergessen.

Besprechen Sie Ihre Rückkehr mit Ihrem Vorgesetzten

Viele Chefs wollen nicht langfristig planen, wenn es um das Personal geht. Drängen Sie Ihren Vorgesetzten allerdings dazu, Ihre Rückkehr in die Firma zu besprechen. Nicht jeder Expat möchte nach der Auslandsrückkehr bei der alten Firma arbeiten, es kann sich allerdings lohnen für die Übergangszeit eine feste Jobgarantie zu haben. Ihrem Vorgesetzten muss klar sein, dass Sie sich in der Zeit in der Sie im Ausland arbeiten auch beruflich weiterentwickeln und bei Ihrer Rückkehr nicht in die alte Position fallen sollten. Besprechen Sie die möglichen Positionen, die für Sie in Frage kommen, wenn Sie zurückkommen. Erinnern Sie Ihren Vorgesetzten auch ein Jahr und dann noch einmal sechs Monate vor Ihrer Rückkehr an das gemachte Versprechen.

Erweitern Sie Ihr Netzwerk

 Als Auswanderer hat man es schwieriger neue Leute oder Freunde im Ausland zu finden, als Expat haben Sie gleich zu Anfang eine feste Arbeitsstelle und lernen sofort Einheimische in Ihrer Firma kennen. Idealerweise stellt Ihr Unternehmen Ihnen einen Buddy zur Seite, der Ihnen alles zeigt und auch hilfreiche Tipps zu sozialen Events geben kann. Gerade am Anfang kann es gut tun, so viel wie möglich zu Netzwerken. Ein großes, internationales Netzwerk kann Gold wert sein. Gerade als Expat können Sie Einheimische des Landes, wie auch andere Expats kennen lernen.

Vergessen Sie Ihren Partner nicht

Wer zusammen mit seinem Partner oder der ganzen Familie ins Ausland geht, darf diese natürlich nicht vergessen. Während es kleinen Kinder leichter fällt sich besser an die neue Umgebung anzupassen, leiden viele Partner von Expats, wenn diese keine Arbeitsgenehmigung im Zielland erhalten und dadurch eine Haushaltsrolle einnehmen. Besprechen Sie deshalb eine mögliche Auslandsentsendung gründlich mit Ihrem Partner und hinterfragen Sie vor allem, was Ihr Partner in dieser Zeit machen könnte. Die ersten Wochen fühlen sich meistens wie Urlaub an, aber sobald der Alltag einbricht, wird sich Ihr Partner ohne Aufgabe langweilen. Fragen Sie bei Ihrem Unternehmen an, ob diese einen Job für Ihren Partner haben. Selbst wenn Ihr Partner keine Arbeitserlaubnis für Ihr Expat-Land erhält, kann dieser von zu Hause aus für die alte Heimat arbeiten. Ein paar Ideen finden Sie hier. Mit dem Vorsatz  „schon irgendwas Berufliches“ im Ausland für Ihren Partner zu finden, sollten Sie nicht Ihre Entsendung ins Ausland starten. Recherchieren Sie vorab welche Möglichkeiten Ihr Partner beruflich im Ausland hat und ob er oder sie mit diesen Möglichkeiten zufrieden wäre.